Die Funktionsweise des Barcode
Jeden Tag wird er unbewusst wahrgenommen, weil er für den normalen Verbraucher im Alltag an Bedeutung verloren hat. Jedoch steckt weitaus mehr hinter den Strichen auf der Verpackung, als man im ersten Moment denken mag.
Was ist ein Barcode?
Ein Barcode ermöglicht es, durch die Aneinanderreihung von unterschiedlich breiten Strichen und den dazwischen befindlichen Lücken, die Eigenschaften eines bestimmten Gutes für ein elektronisches System erfassbar zu machen, und somit für den Anwender lesbar und unverwechselbar identifizieren zu können.Der Barcode dient dem Datensystem als eine binäre Informationsquelle. Die Striche und Lücken stellen dabei elementare Informationen dar und werden durch einen Barcodescanner eingelesen und somit als Nullen und Einsen vom Computer interpretiert, was folglich die Sprache der Informationssysteme ist. Somit kann das IT-System die Daten erfassen und gewünschte Informationen an den Anwender in wenigen Bruchteilen von Sekunden wieder ausgeben. Der standardisierte Barcode besteht aus insgesamt fünf Teilbereichen.
Wie sind ein Barcode und seine Funktionsweise aufgebaut?
Wenn man sich einen Barcode von links nach rechts anschaut, so beginnt der Barcode immer mit einer Ruhezone gefolgt von einem Startzeichen. Die Ruhezone beinhaltet keinerlei Striche, Lücken oder Nummern und dient dazu, dass das Lesegerät sich auf das Einlesen des Barcode vorbereiten kann. Daher wird beim Scannen der Ruhezone auch kein Ton ausgegeben, was somit die Namensgebung der Ruhezone erklärt. Das Startzeichen wird durch mehrere Striche und einen kleinen Symbol gesondert gekennzeichnet, was die Unterscheidung zwischen links und rechts beim Scannen erleichtert. In der Mitte des Barcodes befindet sich der eigentliche Datenbereich, welcher die benötigten Informationen durch die unterschiedlich breiten, schwarzen Striche und den dazwischen befindlichen Lücken an den Scanner weiter gibt und folglich die Daten an das Informationssystem zur weiteren Datenaufbereitung weiter leitet. Nach dem Hauptbereich folgt dann das benötigte Stopzeichen, welches ebenfalls ein kleines Symbol beinhaltet. Abschließend folgt wieder eine Ruhezone, die dem Scanner deutlich macht, dass er seine Arbeit einstellen kann.
Die Prüfziffer
Aufgrund der Verwendung von Startzeichen und Stopzeichen ist es möglich, den Barcode von links nach rechts oder auch von rechts nach links einzulesen, da die Software die gewählte Scanrichtung erkennen kann. Damit ein Barcode auch eindeutig identifizierbar ist, enthält dieser eine sogenannte Prüfziffer. Diese Prüfziffer dient zur Selbstüberprüfung und wird durch die konstante Aufreihung von verschiedenen dicken und dünnen Strichen dargestellt. Das Lesegerät erfasst beim Scannen des Barcodes automatisch die Prüfziffer und vermeidet somit, während des Scannens eine Falschlesung des Barcodes. Die Prüfziffer befindet sich immer vor dem Stopzeichen des Barcode und wird während des Scanvorgangs mitausgelesen. Das Lesegerät berechnet während des Scanvorgangs eine interne Prüfziffer, welche dann mit der Prüfziffer im Barcode übereinstimmen muss, sonst wird der Barcode nicht erfasst und es erfolgt eine Fehlermeldung.
Was sagt uns die EAN – Barcode?
Sieht man sich die EAN (European Articel Number) an, so kann man an den ersten drei Ziffern ablesen aus welchem Land das Produkt kommt. Deutschland würde hier im Zahlenintervall 400 – 440 liegen. Dem folgt dann die Herstellernummer oder Handelsnummer. An der achten bis zwölften Position wird die Artikelnummer angegeben und an dreizehnter Stelle wird die Prüfziffer vermerkt.
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