Erfindung und Einsatzgebiete des Barcodes

Der Barcode ist aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Er erleichtert und beschleunigt den Einkauf sowohl für Kunden als auch für die Verkäufer und findet heute zahlreiche Einsatzgebiete. Der Barcode wurde im Jahre 1948 von Norman Joseph Woodland und Bernard Silver erfunden. Die zwei amerikanischen Ingenieurstudenten schnappten zufällig den Wunsch eines Supermarktleiters auf, die verkaufte Ware automatisch festzuhalten.

Wie entstand der Barcode?

Zuerst hatten Norman Joseph Woodland und Bernard Silver ein hörbares Geräusch geplant, bevor sie auf die Idee kamen, das Morsealphabet visuell umzusetzen. Die längeren und kürzeren Striche auf den Barcodes sind also Gegenstücke zu den Tönen, die man beim Morsen benutzt. Obwohl sie schon ein Jahr später ihre Idee patentieren ließen, ließ der Erfolg auf sich warten. Obwohl immer wieder Versuche mit dem System liefen, beispielsweise von US-Eisenbahngesellschaften in den 60er Jahren, konnte sich der Barcode nicht durchsetzen. Dies lag maßgeblich an dem fehlenden Standard. Da die Firmen ihre Produkte nicht selbst auszeichneten, musste jeder Supermarkt eigene Beschriftungsmöglichkeiten finden, was das System zeitaufwendig machte. Dies änderte sich erst 1973 als der “Universal Product Code”, der von George Laurer für IBM entwickelt worden war, als Standard festgelegt wurde. 1974 wanderte dann das erste Produkt in Form von Fruchtkaugummi über die Ladentheke. In Europa einigte man sich erst zwei Jahre später auf den Standard EAN, das erste Produkt, das mit einem Barcode ausgezeichnet wurde, war eine Gewürzmischung. Dennoch dauerte es, bis sich der Barcode endgültig durchsetzen konnte, was an den fehlenden Scannerkassen lag. Seit den 80er Jahren ist der Barcode beim Einkaufen jedoch nicht mehr wegzudenken.

Einsatzgebiete des Barcodes

Barcodes werden natürlich hauptsächlich beim Einkaufen benutzt. Fast jedes Produkt, das abgepackt ist, besitzt seinen eigenen Code, der inzwischen international vergeben wird und nur für dieses eine Produkt gültig ist. Dadurch ist es beispielsweise auch möglich, den Strichcode mit dem Smartphone einzuscannen und auf diese Weise Produktinformationen aus dem Internet abzurufen. Zusätzlich werden Barcodes inzwischen auch bei Veranstaltungen genutzt. Sie ermöglichen so, Eintrittskarten auf ihre Echtheit zu überprüfen und erleichtern es außerdem, eine Übersicht über die Zahl der Besucher zu erhalten. Inzwischen wurde die Technik außerdem weiterentwickelt. Teilweise ist kein direkter Kontakt mehr nötig, um die Ware einzuscannen. Auch bei Pakten findet die Techniken heutzutage Anwendung und erlaubt es so, eine Sendung nachzuverfolgen, bis sie ausgeliefert ist.

Foto: Andrey Bandurenko – Fotolia.de

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